Gerne wird beim Kitekauf selbst der kleinste Riss bzw. Reparatur als grosse Wertminderung dargestellt. Ausserdem fürchten viele eine verminderte Haltbarkeit nach der Reparatur.
Doch warum eigentlich?
Abgesehen von optischen Einbußen, die aber nach einer guten Reparatur auch nicht sein müssen, leidet auch die Qualität bzw. Haltbarkeit eines Kites NICHT nach einer Reparatur.
Entgegen vieler Befürchtungen hat eine (gute) Kitereparatur keinen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit des Kites, und sollte auch kaum sichtbar sein, wenn gute farbig angepasste Klebetapes verwendet werden und der Kitedoctor sein Handwerk versteht.
Der Kite an sich ist ja auch nur aus verschiedenen Tuchbahnen (Spinaker und Dacron) zusammengenäht, und zwei doppelt verklebte Bahnen neues Spinakertape sind sicherlich stabiler als das restliche Tuch des Kites.
Nur was macht eine gute Kitereparatur aus?
Grundvoraussetzung ist natürlich eine gute eingestellte Nähmaschine mit 3-fach Zick-zack Stich.
Der Riss sollte mit (neuem) Spinakertape oder Spinakertuch beidseitig(!) abgeklebt sein und an den Rändern vernäht werden.
Immer wieder sieht man allerdings Reparaturen, die eher Flickschusterei darstellen:
Nur einseitig aufgebrachtes Spinakertuch, womöglich noch recycelt aus einem alten Kite, 3 Nähte parallel, oder auch nur normaler Geradstich (siehe Foto). So eine Reparatur hält meist nicht lange.
Tipp: Haltbarkeit des Tapes bzw. Tuches testen! Ein gutes Spinakertape lässt sich ähnlich wie z.B. ein Geldschein nicht so leicht zerreissen, ein Flicken aus einem alten, ausrangierten Kite hingegen ist so stabil wie ein Taschentuch.
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